Engster Begleiter: Formbelt

Nur noch eine Schleife und dann geht's los - Foto: Wokandapix/Pixabay
Nur noch eine Schleife und dann geht's los - Foto: Wokandapix/Pixabay

Praktisch statt scheußlich: Mit einem Formbelt um die Hüfte können Läufer die wichtigsten Utensilien stilsicher und verlustfrei mit auf die Strecke nehmen, ohne dabei wie ein Nerd auszusehen.

Ob man es nun Bauch-, Hüft- oder Gürteltasche nennt – die Resonanz auf den Einsatz des in Bayern schlicht „Wimmerl“ genannten Accessoires zur Aufbewahrung wichtiger Gegenstände irgendwo im Bereich der unteren Leibeshälfte, ist ziemlich eindeutig: Derlei Taschen sind absoluter, in modischer Hinsicht mehr als katastrophaler Nerd-Kram. So etwas trägt man einfach nicht, will man sich nicht vollends zum Horst machen. Punkt!

Kratziger Blick durchs Plastikfenster

Unauffällig, aber viel Stauraum: Formbelt - Foto: Hersteller

Unauffällig, aber viel Stauraum: Formbelt

Andererseits: Klettverschlusstaschen mit Plastikfenster am Oberarm sind auch nicht gerade der letzte Schrei, wenn es darum geht, sein Mobiltelefon, den Hausschlüssel oder anderes Laufzubehör sicher während des Sports zu verstauen. Die Dinger rutschen ständig, kratzen wegen des Klettverschlusses auf der Haut und bieten naturgemäß nicht allzu viel Stauraum. Vom vergleichsweise ebenso uncoolen Look des Transporters für den Arm ganz zu Schweigen!

Da es aber bei vielen Sportklamotten immer noch zu wenig oder gar keinen Platz gibt, um zumindest das Essentiellste mit auf die Strecke nehmen zu können, müssen Lösungen her. Der Schlüssel, das Handy oder ein paar Euro müssen schließlich irgendwo verstaut und gegen Verlust geschützt werden. Ein Ansatz zur Behebung des Transportproblems führt den Sportler wieder direkt zurück zu den eingangs erwähnten Taschen: Formbelt, ein Fitnessgürtel, der glücklicherweise mit dem landläufig verbreiteten, unförmigen Bauch-, Hüft- oder Gürtel-Ungetümen wenig gemeinsam hat.

Schlauch um den Bauch

Passt super zum Waschbrettbauch: Formbelt - Foto: Hersteller

Passt super zum Waschbrettbauch: Formbelt

Der elastische Schlauch für Sportler bietet mit seinen drei Öffnungen ausreichend Platz, um die wichtigsten Dinge sicher unterzubringen. Dazu werden die Utensilien einfach in den Schlauch, den man wie eine Hose anzieht und flach um den Bauch schlingt, gesteckt und von der Öffnung aus in das Innere des Schlauchs geschoben. Für den Schlüssel gibt es dazu noch einen eingenähten Plastikkarabiner, an dem dieser befestigt werden kann. Das war‘s schon!

Trotz des einfachen Prinzips bin ich anfänglich skeptisch, denn trotz der – nach dem Anlegen –angenehm flachen Form, die selbst unter einem Shirt kaum zu erkennen ist, habe ich noch immer die Bilder der klassischen Hüfttaschen im Kopf. Sehe ich mit dem Formbelt blöd aus?

Reine Geschmackssache

Die flippigere gelbe Variante des Formbelt macht auch beim Yoga eine gute Figur - Foto: Hersteller

Die flippigere gelbe Variante des Formbelt macht auch beim Yoga eine gute Figur

Die Antwort ist: Nein, auf keinen Fall! Wie gesagt: Trotz Befüllung mit einem relativ großen Lumia Smartphone und einem Schlüssel ist der Formbelt nahezu unsichtbar und damit wunschgemäß komplett unauffällig. Das ist schon mal gut! Doch wie macht sich das Produkt auf der Haut? Und vor allem: Sind meine Sachen wirklich sicher und dennoch stets greifbar? Auch hier macht der Fitnessgürtel eine gute Figur, denn der dehnbare und aus hautfreundlichem Material gefertigte Gürtel schmiegt sich geschmeidig und unauffällig um die Hüfte. Dabei kann der Gürtel, den es in fünf verschiedenen Farben und Größen (XS-XL) gibt, natürlich auch über dem Shirt oder offen getragen werden – je nach Geschmack des Trägers oder der Trägerin und ohne auch nur im Geringsten wie ein klassischer Hüftgürtel auszusehen.

Smartphone und Schlüssel sind im Fitnessgürtel jedenfalls relativ sicher aufgehoben. Durch die enge Bindung zum Körper des Trägers fliegen die Mitbringsel dabei kaum im Formbelt herum und scheinen – zumindest bei allen Testläufen – ziemlich gut untergebracht zu sein. Um das Smartphone gegen Nässe durch Schweiß zu schützen, kann man es zusätzlich noch in eine, dem Formbelt beiliegende Plastiktüte (den so genannten „Polybeutel“) stecken. Sicher ist sicher! Lediglich das Auffinden der Schlitze im Gürtel musste ich ein wenig üben, da die Öffnungen zur Sicherheit möglichst klein und unauffällig ausgelegt sind. So stand ich anfangs schon mal bis zu einer Minute an meiner Hüfte nestelnd herum und versuchte, das Handy aus dem Formbelt zu befreien. Für eifrige Sekundenzähler, die ihre Zeit stoppen wollen, ein Abtörner. Für mich einfach nur Gewohnheitssache.

Auf die richtige Größe achten

Flexibel einsetzbar - und weit weg vom "Wimmerl": Formbelt - Foto: Hersteller

Flexibel einsetzbar – und weit weg vom „Wimmerl“: Formbelt

Inzwischen habe ich mich an den Einsatz des Formbelts mehr als nur gewöhnt. Wenn keine oder nur zu kleine Taschen in den Laufklamotten verfügbar sind, steige ich mittlerweile gerne in den Formbelt, um ihn als Transportmittel für Handy & Co. Zu nutzen.

Ach ja: Wer jetzt Lust auf den Formbelt bekommen hat, sollte bei der Bestellung auf die richtige Größe achten. XL ist in der Tat sehr groß und – dank der enormen Dehnbarkeit des Fitnessgürtels mit bis zu 30 Prozent der ursprünglichen Länge – sehr flexibel und daher vor allem für etwas fülligere Sportler geeignet. Am besten vorher die Taille abmessen!

Fazit: Der Formbelt ist ein nützlicher, schlanker und vor allem (auf Wunsch) unauffälliger Begleiter für Sportler, die die essentiellen Dinge während des Sports bei sich haben wollen, ohne dabei wie ein Nerd auszusehen.

Formbelt

  • Material: 88% Polyester, 12% Elasthan
  • Höhe: 9 cm
  • Gewicht: ca. 80 Gramm
  • Größen: XS – XL (60 – 102 cm)
  • Farben: The Classic (Schwarz), The Fresh (Grün), The Lady (Pink), The Rock (Grau) und The Sunshine (Gelb)
  • Waschbar bis zu 30  Grad oder Handwäsche
  • Preis: 19,95 Euro (UVP)
  • Webseite und Shop: Herstellerseite

Fotos: Wokandapix/Pixabay, Hersteller, Alex Rudolph

Test-Info
Vielen Dank an den Hersteller, der uns die Produkte freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Dies hatte keinen Einfluss auf das Testergebnis. Jedes Teil wird durch ausgedehnte Läufe in der Praxis getestet.

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