Salewa Alpine Speed: Urbaner Bergsport

Uphill, Downhill, aber auch Nohill: Die Alpine Speed Kollektion von Salewa - Foto: Hersteller
Uphill, Downhill, aber auch Nohill: Die Alpine Speed Kollektion von Salewa

Salewa ist eigentlich eine Bergsportmarke. Eigentlich! Denn auch wenn sich die Alpinisten aus Südtirol noch so sehr gegen die Verwendung ihrer Klamotten im urbanen Einsatz wehren mögen, weil sie dafür eben nicht ausgelegt sind – sie sind einfach zu gut, um sie genau dort nicht zu nutzen, wie mein Alltags-Lauftest der „Alpine Speed“-Kollektion zeigt.

Alpiner Anspruch

Pedroc 2 Superlight Jacket (li.), Pedroc Delta Dry S/S Shirt (o. M.), Pedroc Bermuda DST Shorts (u. M.) und Pedroc Dry (3/4) Tights (r.) aus der Alpine Speed Kollektion von Salewa - Foto: Hersteller

Pedroc 2 Superlight Jacket (li.), Pedroc Delta Dry S/S Shirt (o. M.), Pedroc Bermuda DST Shorts (u. M.) und Pedroc Dry (3/4) Tights (r.) aus der Alpine Speed Kollektion von Salewa

Wenn es um die Ausstattung für Straßenläufer geht, denkt man nicht zwangsweise sofort an Salewa. Kein Wunder, konzentriert sich der Südtiroler Bergsporthersteller doch nach wie vor auf feinste Bergsport- und Outdoor-Ausrüstung. Das wird sich nach dem Willen der Salewa-Gründer so schnell auch nicht ändern – und doch kann man die an sportliche Bergwanderer adressierte Frühjahrs- und Sommer-Kollektion „Alpine Speed“ mehr als famos für andere, nämlich klassische Läuferzwecke nutzen. Trotz – oder gerade wegen – der ursprünglichen Auslegung für Sportler, die sich vor allem in alpiner Umgebung ihren Aktivitäten widmen wollen.

Bei „Alpine Speed“ treffen sich, der Auslegung auf Bergsport sei Dank, zwei äußerst nützliche Ansätze in einer funktionellen Linie. Leicht, atmungsaktiv und schnell trocknend für optimale Leistung bei herausfordernden Aktivitäten auf der einen Seite, praktisch und optisch ansprechend andererseits.

Steile Läuferkarriere

Zu gut, um es nur am Berg einzusetzen: Tight, Short und Shirt von Salewa, Weste von Under Armour, Kompressionssocken von CEP und die Schuhe von New Balance.

Zu gut, um es nur am Berg einzusetzen: Tight, Short und Shirt von Salewa, Weste von Under Armour, Kompressionssocken von CEP und die Schuhe von New Balance – Foto: Alex Rudolph

Illustrieren lässt sich diese, eben auch für urbane Läufer mehr als nützliche Kombination an Bekleidungsstücken wie der knielangen und in frischen Farben erhältlichen Pedroc Bermuda DST Shorts. Diese gewährt dank elastischem Bund nebst rutschfestem Silikonaufdruck, flachen Nähten und extrem flexiblen Durastretch-Material nicht nur maximale Bewegungsfreiheit und äußerst angenehmen Sitz, an heißen Sommertagen bewährt sie sich zudem durch ihre abriebfeste und atmungsaktive, einen Lichtschutzfaktor von 50 bietende Beschaffenheit als ausgezeichnete Laufhose.

Sollte es doch einmal nass zugehen, erweist sich die Pedroc Bermuda DST Shorts als umso wasserabweisender und schnelltrocknender. Besonders gut aber sind die vielen Taschen, die man sonst bei Hosen für den Läufer umsonst sucht oder nur in sehr kleiner Form vorfindet. Das Handy oder der Schlüssel sind hier schnell und problemlos verstaut und sicher aufgehoben.

Nahtlos schön

Darunter trägt man idealerweise die Pedroc Dry (3/4) Tights, die durch ihre Reduktion auf das Mindestmaß an Nähten extrem gut auf der Haut liegt. Zwar sind die elastischen Verstärkungen an Knie und Gesäß zum Schutz vor alpinem Fels- und Bodenkontakt, die hier „verbaut“ sind, nicht unbedingt notwendig für den städtischen Running-Enthusiasten, schaden können sie aber sicher nicht. Man spürt sie im normalen Laufbetrieb einfach nicht – dafür fühlt man vielmehr den komfortablen Sitz und die flexible Auslegung dieser tollen Tight, die es auch in einer langen Version für Damen gibt.

Um das farbig-funktionelle Running-Outfit zu vollenden, empfiehlt sich das kurzärmelige, mit Polartec Delta ausgestattete Pedroc Delta Dry S/S Shirt. Das Polartec-Gewebe ist ein kühlendes, synthetisches 4-Wege-Stretchmaterial, das den Körper bei der Kühlung unterstützen soll sowie Feuchtigkeit absorbiert und ableitet. Gleichzeitig verstärkt das spezielle Gewebe die Atmungsaktivität und sorgt für effiziente und schnelle Trocknung des Materials. Das Leibchen klebt also nicht am Körper.

Frisch-funktionaler Bergziegenlook

Andererseits sollte man aufgrund der netzartigen Struktur des Gewebes darauf achten, seine reibungsempfindlichen Hautstellen bei Bedarf zu schützen, sollte man in diesen Bereichen empfindlich sein. On top gönnt Salewa dem, dank reflektierenden Print stets gut sichtbaren Shirt, zusätzliche Polygiene-Ausrüstung, die das Wachstum müffelnder Mikroorganismen verhindern soll.

Sollte es dann doch noch hoch hinaus und doch in die Berge gehen, kann der frisch-funktionale Bergziegenlook der Alpine Speed Kollektion dann noch durch die wind- und wetterfeste, auf sehr kleinem Raum transportable Pedroc 2 Superlight Jacket sowie den Ultra Train 18 Backpack ergänzen. Letzterer ist ein minimalistischer, 18-Liter fassender und extrem leichter Rucksack, der jede noch so heftige Bewegung am Berg und auf der Straße mitmacht.

Also, ab auf die Wege, Pfade und Gehsteige der Stadt, Salewa! Auch wenn das Herz in den Bergen schlägt – der unnachahmliche Puls der Straße gehört immer mit dazu.

Fotos: Hersteller / Alex Rudolph

Test-Info
Vielen Dank an den Hersteller, der uns einige Produkte freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Dies hatte keinen Einfluss auf das Testergebnis. Jedes Teil wird durch ausgedehnte Läufe in der Praxis getestet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.